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29. Juni 2011

Bundesbauministerkonferenz gegen Kürzung der Städtebauförderung

Die Länderbauminister haben sich auf einer Sondersitzung einstimmig gegen die von der Bundesregierung geplante Kürzung der Städtebauförderung ausgesprochen. Bereits für das Jahr 2011 hat die Bundesregierung die Mittel der Städtebauförderung von 610 auf 450 Millionen Euro gekürzt. In den Haushaltsjahren 2012 und 2013 sollen laut Bauminister Peter Ramsauer jeweils noch 410 Mio. Euro für die Städtebauförderung zur Verfügung gestellt werden.

Schon im letzten Jahr hat die Bauministerkonferenz die Kürzungen der Städtebauförderung gemeinsam abgelehnt und eindringlich vor möglichen Folgen gewarnt. Aus gutem Grund: Die Städte und Gemeinden leben schon heute von ihrer Substanz. Mit den Kürzungen der Städtebauförderung entzieht sich der Bund weiter seiner Verantwortung aktiv Stadtpolitik zu gestalten. Die Städtebauförderung gibt es seit fast 40 Jahren. Eine Erfolgsgeschichte, in der Städte und Regionen bei gesellschaftlichen, sozialen und wirtschaftlichen Veränderungen unterstützt werden. Zudem löst jeder Euro Fördermittel bis zu weiteren acht Euro öffentliche und private Investitionen aus. Mit der Orientierung auf rein investive Maßnahmen wendet sich die Bundesregierung vom innovativen Ansatz der integrierten und integrativen Stadtentwicklung, den auch die Leipzig-Charta verfolgt, ab.

Deshalb fordern Bündnis90/Die Grünen eine Wiederaufstockung der Förderung auf mindestens 610 Mio. Euro, die Wiederaufnahme der nicht-investiven Maßnahmen in den Förderkatalog sowie eine qualitative Weiterentwicklung und Anpassung der Städtebauförderung entsprechend der anstehenden Zukunftsaufgaben.