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Auch die Familienministerin sollte gelegentlich das Parlament fragen
Heute informierte der Parlamentarische Staatssekretär Dr. Hermann Kues den Ausschuss über das Modellprogramm "Freiwilligendienst aller Generationen", das "einen wichtigen Impuls zur Stärkung des Engagements älterer Menschen" setzen soll. Eine Woche nachdem die zuständige Ministerin Dr. Ursula von der Leyen es bereits der Öffentlichkeit präsentiert hat. Es ist mehr als misslich, dass nicht bereits im Vorfeld die fachlich zuständigen Parlamentarierinnen und Parlamentarier in die Planungen einbezogen wurden.
Gerne hätten wir bereits im Vorfeld die Frage gestellt, inwieweit die verpflichtende Anzahl von bis zu 20 Wochenstunden für den Freiwilligendienst eigentlich der Lebenswelt der heutigen aktiven Alten entspricht. Oder ob die angestrebte Verbindlichkeit des Freiwilligendienstes sowie die hohe Anzahl der zu leistenden Wochenstunden nicht zu einer Verdrängung von Arbeitsplätzen führt.
Vieles spricht für mehr Flexibilität im Engagement.
Eine frühzeitige Einbeziehung des Parlaments hätte auch helfen können, Lösungen gegen die Altersdiskriminierung im Ehrenamt zu finden. Denn gerade im Bereich des bürgerschaftlichen Engagements sind formelle und informelle Altersgrenzen weit verbreitet. Diese Tatsache verschwindet nicht, wenn man sie ignoriert.






