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1. Juli 2009

Digitaler Graben zwischen Jung und Alt bleibt bestehen

Die Ergebnisse der neuen Studie des "(N)Onliner Atlas" zeigen, dass sich der digitale Graben zwischen Jung und Alt zu langsam schließt. Weniger als fünfzig Proeznt der 60-69-Jährigen nutzt das Internet. Bei den über 70-Jährigen nicht einmal jeder Fünfte.

Die Bundesregierung hat es in den letzen vier Jahren versäumt, erweiterte Maßnahmen zu ergreifen, um Ältere besser in die Informationsgesellschaft zu integrieren. Es wurde keine Strategie für die Erhöhung der Online-Kompetenz Älterer entwickelt. Bündnis 90/Die Grünen haben dazu verschiedene Vorschläge gemacht: 

 

- die Entwicklung von Modellprojekten unter Einbeziehung der Wohlfahrtspflege sowie der Weiterbildungsträger, für die Erhöhung der Medienkompetenz Älterer, die sich insbesondere an einem differenzierten Altersbild unter der Berücksichtigung der unterschiedlichsten Bedürfnisse und kulturelle und sozialen Lebenslagen orientiert;

 

- Stärkung der wissenschafltichen Begleitforschung, um die Evaluation der Maßnahmen und Modellprojekte zu gewährleisten;

 

- Entwicklung eines bundesweiten Best-Practice-Kataloges und die Vernetzung von Maßnahmen auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene;

 

- Medien- und Internetkompetenz als Förderziel in den Richtlinien des Bundesaltenplans aufnehmen

 

- die Anwendung bzw. den Einsatz von neuen Medien in öffentlichen Einrichtungen barrierefrei zu gestalten

 

Neue Medien sind  - gerade im demografischen Wandel- ein wichtiges Instrument, um die Möglichkeiten gesellschaftlicher Teilhabe älterer Menschen zu verbessern.  Es ist bedauerlich, wenn ihr Potential nicht genutzt wird.